Die Küchenodyssee - Teil 3 April 5. 2008
Hilfe naht
Ich erinnerte mich an angebotene Hilfe aus Galway. Yvonne, die ich vor einigen Monaten über XING kennengelernt hatte, hatte bereits vor dem Umzug angeboten mit Ihrem Freund Mike helfen zu kommen, wenn Not am Mann sei. Ich rief also an, und nach einigen telefonischen Erklärungen dauerte es nur wenige Tage bis Yvonne und Mike "Grizzly" mit Ihrem Labradorhund Fancy bei uns in Doogort aufschlugen.
Kurzerhand wurde vor Ort die Lage gecheckt und am nächsten Morgen waren wir nach etlichen Litern Tee und einigen hundert Toastbrotscheiben bei Sweeney's einkaufen: Material für eine Rigipswand und die notwendigen bits'n'pieces um die Spüle abzumontieren. Kurz nachdem wir wieder zuhause waren musste ich zur Geburt unseres Babys nach Castlebar, sodass ich das Feld unseren lieben Gästen überließ.
Als ich wiederkam war die Küche nicht wieder zu erkennen. Die Spüle war ab, die Rohre quasi neu verlegt, und da, wo noch wenige Stunden vorher die neuverputzte Wand gewesen war, war nun eine sauber gearbeitete Rigipswand zu sehen und dahinter noch Folie gegen die Feuchtigkeit. Allerdings klaffte da, wo vorher die Spüle gewesen war, nun ein Loch im Boden, welches ich jedoch erneut mit Edwards Hilfe stopfen konnte.
Doch so schnell sie gekommen waren, Yvonne & Mike, waren sie auch wieder verschwunden. Wir hatten nur noch gerade so viel Zeit ein wenig Musik zu machen, noch mehr Toast und selbstgebackenes Brot mit homemade Jam zu essen und andere Kleinigkeiten zu besprechen, die am Haus noch zu machen wären. Dann versprachen die beiden spätestens Mitte Juli mit Ihrem Segelbot wieder zu kommen um mit uns die Küste unsicher zu machen.
Die Kücheodyssee - Teil 2 April 4. 2008
Mal Schnell die Küche einbauen...
Wir hatten mit Mick besprochen, dass es schön wäre die Küche bis April zu haben, woraufhin er unverbindlich lächelte ...
Tatsächlich rief er dann auch irgendwann letzte Woche an und sagte, die Küche sei fertig. Wir baten uns noch einen Tag aus um die alte Küche zu leeren und zu entfernen.
Was dann kam war nicht so schön. Die Küche war rund 30 Jahre drin, dementsprechend sah es hinter den Schränken aus: mir kam auf gesamter Breite der Oberputz entgegen. Am schlimmsten war aber die Ecke hinter dem kleinen Kühlschrank, denn hier hatte sich unter der Arbeitsfläche die Feuchtigkeit gestaut und hier war alles schwarz. Ich dachte nur, na danke, das war's dann. Ich rief Paul, unseren Vermieter, an und sagte er müsse kommen und sich das anschauen. Er aber sagte nur: Alles abklopfen, trocknen lassen und gut ist. Nunja, irisch unkenventionell halt.
Ich tat jedoch wie mir befohlen und siehe da, nur der Oberputz, der mir sowieso entgegenkam, war schwarz. Die Wand dahinter zwar ein wenig feucht, aber in Ordnung. Ich beschloss den ganzen Schmodder abzuschlagen, zu lüften und die Wand trocknen zu lassen. Außerdem entfernte ich eine dünne Holzblende vor der Außenwand, hier hatte sich über die Jahre so viel Feuchtigkeit angesammelt, dass mir sogar der grobe Wandputz entgegenkam. Auch die Wand wurde dann erstmal weitestgehend entkernt.
Edward, Pauls Vater, war dann noch so nett, mir das Loch in der Wand wieder zu stopfen. Nun stellte sich nur die Frage, was wir mit den nackten Wänden machen und die Spüle hatte ich auch noch nicht abmachen können ...
Die Satellitenschüssel ist da ... April 3. 2008
Ich habe mich nun entschieden, das gute alte deutsche SkyDSL der Firma Teles zu nutzen, dafür brauch ich zwar noch eine Uplink per ISDN, aber da gibt es entsprechende Flat Angebote, ich habe es bei einem Bekannten getestet und das läuft ganz gut und schnell.
Nachdem ich mich also für diese Lösung entschieden hatte, kam Tom Honeyman von Achill Computer Solutions vorbei und wir haben geschaut, wo wir das 80cm Monster von Schüssel befestigen können, damit es nicht sofort vom Wind zerfetzt wird. Wir kamen zum Schluss, dass wir es nicht am Haus (Old Stone Walls) befestigen, sondern ich mir vom Guinnie einen Betonsockel machen lasse, in dem ein Stahlrohr steckt. Das war in 3 Tagen erledigt und hat mich 30 € gekostet.
Inzwischen hatte ich die Schüssel bestellt und die kam dann auch promt eine Woche später, in einem zwar leicht kaputten Karton, der Inhalt war aber ok. Gestern war es dann soweit, Tom kam um mir die Schüssel zu montieren, so weit - so gut. Dann kam es zur Installation und leider -trotz diverser Hinweise auf der Teles Seite- haben wir den Kram mit meinem O2 "Broadband" als Uplink nicht ans laufen bekommen. Morgen gebe ich also das UMTS Modem zurück und hoffe, dass meine ISDN Leitung nicht mehr lange auf sich warten lässt. Bis dahin, hat mir Tom angeboten in seinem Laden (wo er tatsächlich DSL hat) mein Equipment hinzustellen.
Noch mehr Photos ... April 3. 2008
Neue Photos April 2. 2008
Die Küchenodysee - Teil 1 April 1. 2008
Prolog
Im Herbst hatten wir mit Paul besprochen, dass wir die Küche gerne neu machen wollen. Dabei hatten wir gedacht, die alten Küchenmöbel raus und eine neue Küche rein. Gesagt, getan! Als wir hier ankamen, nahmen wir das Projekt "Küche" nach einiger Vorlaufzeit in Angriff. Wir überlegten, wie wir die Küche haben wollten, maßen alles aus und holten Angebote ein.
In Castlebar gingen wir zu einem Laden, die Küchen maßanfertigen. Das war schonmal nix, die wollten in der billigsten Ausführung, ohne Elektrogeräte, Armaturen und Einbau etwa 4.500€ haben. Um das mal genauer zu präzisieren: Es handelte sich um eine Küchenzeile von insgesamt vielleicht 4m, davon 3m mit Hängeschränken, einem "Magic Corner"-Schrank und einem hohen, ausziehbaren Schrank.
Der nächste Küchenbauer, den wir bemühten, war ein Laden in Bunacurry. In diesem Fall eher ein Factory-Outlet, die aber immmerhin jemanden vorbeischickten, der die Küche ausmaß. Allerdings war auch in diesem Fall der Preis kaum niedriger. Da beides für uns völlig unerschwinglich war, fragten wir Mick McEntee, einen "local Guy, good carpenter", der kam vorbei, maß die Sache nochmals aus, wir besprachen nochmals, was wir haben wollten, und er versprach uns für 2000,- € eine Küche inkl. Einbau aus Vollholz.







